Round the World 2004

Sonntag  Abend flog ich los, Dienstag früh kam ich an. Die Datumsgrenze kostete mich einen Tag. Die erste Unterkunft stellte sich als wahre Luxusherberge, mit Pool, Restaurant, schicken kleinen Gärten etc. und vorallem sowas von sauber. Später musste ich feststellen, dass es hier wohl fast überall so ist, dass Unterkünfte, selbst Dorms wahren Resortcharakter haben. Nun gut, wem`s gefällt. Denke auch aus diesem Grund rennen hier auch ne Menge dieser Pseudo Traveller rum, die es eher vorziehen den ganzen Tag am Pool rumzuhängen und ausschliesslich in den teuren Restaurants speisen. Desweiteren sind auch hier wieder mind. 80% der Traveller aus UK (England muss leer sein um diese Zeit). Warte immer noch auf den ersten Reisenden aus Deutschland. Wie schon die letzten Wochen in L.A., ist das Wetter auch hier fantastisch, habe gehört in Berlin ist der Sommer ausgefallen, schade für euch.

Die ersten Tage beschäftigte ich mich damit die Hauptinsel zu erkunden. Strände, Wildwasserrafting, Dschungeltracks, Moorbäder, Kava – Zeremonien (ist hier das Nationalgetränk) und der Besuch von zwei Dörfern, um es zusammen zu fassen. Kurzum, Fiji ist einfach traumhaft, Wasser so glasklar, Strände und Sonnenuntergänge wie aus dem TUI-Prospekt. Zurück in Nadi traf ich dann doch noch innner Bar den ersten Deutschen. Ist zwar kein Reisender, aber was solls. Zusammen mit seinen Leuten, die auch alle hier arbeiten (Helicopterpiloten, ehem. Nayy Seals Taucher, dem McDonalds Filialen Besitzer, ner Staatsanwältin, Computerspezialisten und wohl der Tochter einer schwerreichen Familie hier auf Fiji) zogen wir weiter in den nächst besten Club. Als dann die letzte Runde angesagt wurde und der Boeing 747 Pilot, obwohl er am nächsten Morgen einen Flug hatte, straff wie 10 Russen in der horizontalen, Platz nahm auf der Tanzfläche, wurde ich eingeladen auf ne private Geburtstagsparty von Einheimischen, zum Glück (so war ich nicht der einzige Ausländer) ereilte unabhängig von mir dem Deutschen das gleiche Los und so fanden wir uns wenige Sekunden später in einem mit 15 Personen vollbesetzten Minibus wieder. Wurde `n klasse Abend. Taxis sind hier nicht allzu teuer.

Die zwei nächsten Nächte verbrachte ich ruhig  auf ner Insel, die zu Fuss zu umrunden man um die 15 Minuten benötigt. Schnorcheln, `n bissel mit dem Kajak, am Strand liegen. Ihr wisst schon. Für die letzte Nacht in Fiji fand ich dann, zu meiner Überraschung doch noch ein simples, ein bisschen schmuddliges und billiges (8 anstatt 20 Fiji Dollar) Hostel, was komplett meinen Ansprüchen genügt, und mir wieder das Gefühl des Backpackers verschafft. Abends ging ich noch aus, anders als in Deutschland öffnen die Läden hier sehr früh und schliessen dafür aber oftmals schon so gegen 1 Uhr nachts. So bin ich ausgeschlafen, wenn in ein paar Stunden mein Flieger in Richtung Melbourne / Australia geht. Eins weiss ich allerdings. Unbedingt muss ich wieder hierher kommen. Die Fiji – Inseln, wohl um die 300, bieten zum Teil das Paradies auf Erden. Es ist schwer zu beschreiben, ihr müsst es selber gesehen haben. Und um das wirklich auszukosten hatte ich definitiv zu wenig Zeit. Hab schon überlegt hier zu verlängern, aber es zieht mich allerdings auch weiter.

Melbourne

Nach einem fünfstündigen Flug mit nem kreischendem Baby im Nacken und ner nach fauler Milch stinkenden Bordküche neben mir, bin ich gegen Mitternacht in Melbourne angekommen. Bin auch gleich unfreundlich empfangen worden von der Flughafen Security, die aufs gründlichste mein Gepäck durchsuchen wollten. Hinzu kam noch der um 20 Grad Unterschied Temperaturschock. Kein guter Start also, konnte nur noch besser werden. Wurde es auch! Fand, zwar ein sehr einfaches, Hostel in dem der Typ vom Check In mitten in der Nacht nicht aufzutreiben war, aber die schwedische Barkeeperin in der klasse hauseigenen Bar es verstand mir die Zeit zu vertreiben und mich abzufüllen. Wie gesagt Melbourne ist arschkalt, gefällt mir aber trotzdem. Werde wohl noch ein, zwei Tage bleiben und mich dann Richtung Norden in wärmere Gefilde aufmachen.

Trotz Hoffen und Sonnenschein, stiegen die Temperaturen in Melbourne nicht. Aus dem Grund, und obwohl Melbourne ne tolle Stadt ist, habe ich dann alsbald den Entschluss gefasst gen Norden aufzubrechen. Allerdings nicht ohne die letzte Nacht in der hauseigenen Bar zu zelebrieren. Später in der Nacht fiel ich dann mit ner bunten Mischung verschiedener Nationalitäten, mit denen ich den Raum zu teilen habe, ins grösste Casino der südlichen Hemisphäre ein. Folglich war es besser den folgenden Tag ganz entspannt zu verbringen. Der botanische Garten in Melbourne bot dafür das perfekte Ambiente. Danach Zugticket gebucht, www.countrylink.info 50% Studentenrabatt, also nur 58 Aus$ für ne 10h Zugfahrt nach Sydney. Richtig gefreut, bis ich später erfuhr man kann für 60 Aus$ auch fliegen www.virginblue.com. Was solls! So konnte ich, bis der Zug fuhr noch meinem zweiten Rugby Spiel (New Zealand – Australia) sehen. Diesmal in ner Sportsbar mit mehreren Bildschirmen grösser als die Tanzfläche im K17. Die Bar war knüppelvoll mit Vertretern eider Nationen. Nach dem triumphalen Erfolg der All Blacks gings ab zum Bahnhof. Mit ner Fahrt während der Nacht spart man ne Unterkunft, allerdings nicht, wenn man aufgrund der asiatischen Grossfamilie im gleichen Wagen nicht schlafen kann. Ich liebe ihre Lebensfreude!

Sydney

Hier muss es wärmer sein, hat man mir gesagt. Naja, vielleicht wenn der Regen aufhört. Leider sollte es die nächsten 2 Tage weiterregnen. So kam ich also nass in den Morgenstunden im Hostel meiner Wahl an. Und siehe da, Deutsche, leider zu viele, dass halbe Hostel war voll damit. Trotzdem ganz gut mal wieder deutsch, und auch sächsisch zu hören. Sydney gefällt, auch wenn vielleicht nicht so sehr wie Melbourne, aber vielleicht lag das auch am fehlenden Sonnenschein, natürlich betrieb ich trotzdem ne Menge Sightseeing. Neben mir war auch kein anderer wirklich auf das Wetter vorbereitet, und so entbrannte fast jedes mal ein kleiner Wettstreit um den besten Platz an einem der 2 elektrischen Heizer, denn richtige Heizungen haben die hier nicht. Ne ganz nette Erfahrung. Zum Glück traf ich in Sydney ne Bekannte aus Fiji wieder, sie hatte vor ein Auto zu mieten, und um Sprit zu sparen könnte ich mit ihr weiter nach Norden fahren. Um das ganze noch preiswerter für mich zu gestalten, fragte ich auch noch eine Deutsche, die ich im Hostel kennen gelernt habe, und dort recht unglücklich schien zwischen den ganzen hängen gebliebenen, uns zu begleiten. Und so machten wir uns zu dritt auf in einem kleinen Ford Focus, gen Norden, endlich den warmen australischen Winter zu finden. Ich weiss aber, dass mir die 2 Nächte nicht reichen, und ich gewiss noch mal nach Sydney kommen muss.

Fahrt nach Norden Zuerst an der Küste entlang diente uns Newcastle nur als Übernachtung, da ausserhalb der Saison hier wenig zu sehen war. Auf dem Weg besuchten wir auch ein, zwei Nationalparks, ich sah die ersten Kangurus und Koalas, und ne Reihe anderer seltsamer Lebewesen, die Australien zu bieten hat. Mehr davon gab es dann auf der Fahrt ins Landesinnere. Wir waren zu Gast in der Hauptstadt der Countrymusik (ohne Scheiss, die trägt wirklich den Beinamen), der Hauptstadt der Koalas und der Hauptstadt der Gründerväter. Allesamt, auch wenn nur zum Teil 100 km von der Küste entfernt, bieten ein völlig anderes Flair im Vergleich zur Küste, wahres Hillbilly Feeling, wo man das Gefühl hat die Tochter des Farmers für `n Rind und zwei Hütehunde eintauschen zu können. Ich spielte mit dem Gedanken eine der beiden Frauen für `n Van einzutauschen, wollte aber nicht den Unmut der anderen auf mich ziehen und lies es bleiben. Trotz allem, die Bewohner dieser Regionen sind wirklich herzensgute Menschen und man bekommt hier die besten Steaks und Hamburger, ausserdem war es bald wieder an der Zeit kurze Hosen zu tragen.

Australia Zoo

Die Entfernungen zwischen den einzelnen Städten und Dörfern sind enorm, gerade auch weil man nur kleine Strassen nutzen kann. Dafür sieht man dadurch viel vom Land, und begegnet oftmals für Stunden keinem anderen Auto. Allerdings muss man darauf Acht geben, keine Kuh oder Kanguru mit dem Auto anzufahren, gerade wenn man durch die Schwärme von Kakadus oder tief fliegende riesige Adler abgelenkt wird. Auf Empfehlung verschiedener Traveller haben wir zurück zur Kueste, Brisbane links liegengelassen und sind gleich weiter zur Gold Coast und SunshineCoast. Hier besuchten wir den Zoo von Steve Irwin (dem Crocodile Hunter, ihr wisst schon, der Irre aus`m Fernsehen), leider war er selber nicht da, der Besuch aber trotzdem lohnenswert. Wie auch die Fahrt entlang der Küste mit wirklich zum Teil wundervollen Ausblicken. Leider sieht man hier aber auch Orte, wie Surfers Paradise, die eher Mallorca oder Pattaya gleichen, und voll sind mit besoffenen Engländern und Iren. Wem`s gefällt, der kann hier sicher auf seine Kosten kommen. Hervey Bay & Fraser Island Nach über ner Woche zerbrach dann die Gemeinschaft aus verschiedenen Gründen um den Ford Lorraine, und wir zum Teil getrennte Wege. Es wäre zuviel das hier zu erklären, nur soviel dazu, es ist nicht angenehm mit ner zum Teil zickigen Amerikanerin ein Auto zu teilen. Muss natürlich nicht an ihrer Nationalität liegen.
Was soll`s. Nach diesen ganzen Koalas und süssen, schnuffigen Tierchen, musste ich mal richtige Viecher sehen.

Fraser Coast

Dazu bot sich mir in Hervey Bay Gelegenheit. Whale Watching! Buckelwale, über 8-10m lang, zum Anfassen nah von mir entfernt. Einer sprang sogar aus`m Wasser, dass selbst der Skipper über diese Lebensfreude erstaunt war. Mein Plan mit den Walen zu schwimmen, änderte sich beim ersten Anblick einer dieser riesigen Gestalten. Natürlich hatte ich, der Mac Gyver der Meere, keinen Schiss, wir durften es einfach nicht. Am nächsten Tag ging es für zwei Nächte, der grössten Sandinsel der Welt. Traumhafte Strände, Wasser und Wellen, mit dem Nachteil das hier das Meer voll mit Haien ist, und baden strengstens verboten. Dafür bot sich aber in einen der zahlreichen Seen die Gelegenheit. Es war, als ob man in einer riesigen Badewanne steht, und das noch mit Süsswasser, der Sand war so weiss, wie meine Socken schon lange nicht mehr. Von nem Felsen aus konnte man ins klare Meer schauen, und Schildkröten, Stingrays und weiter entfernt Wale sehen. Leider blieb mir trotz langem Warten der Anblick von freilebenden Haien verwährt. Tolle Insel, man sollte nur auf die wilden Dingos achten.

Airlie Beach & Whitsunday Islands

Da wir nun über kein Auto mehr verfügten, ging es mit ner Art Open Bus Ticket weiter nach Norden. Du bezahlst für nen bestimmten Zielort und kannst beliebig viele und auch lange Stops zwischendurch machen, bis du auf den nächsten Bus wieder aufspringst. Die beste Variante in Australien, ohne Auto, weiterzukommen. Der erste Stop auf der Fahrt nach Cairns war Airlie Beach und die davor gelagerten Inseln. Diesmal lohnte sich die Fahrt während der Nacht, denn der Bus war bei weitem nicht voll und man hatte genug Platz ein wenig Schlaf zu finden. In den Morgenstunden in Airlie Beach angekommen, Hostel gesucht, versucht, zwischen den Alkoholleichen im Dorm sein Bett zu finden, denn Airlie Beach ist auch nur ein kleiner Party Ort mit  Schaumparties, Wet T-Shrit Contests etc… Den übrigen bietet der Ort Unterkunft für ihre Nacht vor und nach dem Segeln. So wollten auch wir nur für eine Nacht bleiben und am nächsten Tag auf ne Segeltour gehen.

Ne Segeltour geht hier natürlich ins Geld, man sollte es aber machen, wenn man hier ist, habe ich mir sagen lassen. Und so sollte es auch sein. Heute bin ich nach 2 Nächten auf`m Boot zurückgekommen und es war wirklich toll. Schnorcheln, erneut weisser als weisse Strände und kristallklares Wasser, Sonnenuntergänge und -aufgänge, Sternenhimmel und das übrige pipapo.. Hier braucht man definitiv sein eigenes Boot und kann locker ne ganze Weile hier verbringen. Ich hoffe nur die Haufen Fotos sind was geworden und können wenigstens einen Teil der Schönheit dieser Gegenden wiedergeben, denn es ist zum unbeschreiblich, so dass ich irgendwann auch hier erneut herkommen will.

Nun bin ich also wieder zurück in Airlie Beach. Wie es der Zufall so will habe ich hier Mario , mein Kumpel aus Berlin wieder getroffen, der gerade hier zum Working Holiday in Australia ist. Was für eine kleine Welt! Morgen früh will ich weiter nach Townsville, auch an der Küste, mal schauen ob es da was gibt, was Whitsunday übertrifft. Hoffe habe nichts wichtiges der letzten beiden Wochen vergessen, wahrscheinlich schon, denke ihr erhaltet trotzdem nen guten Eindruck. Ach, kurz nochmal zum Wetter, es ist nun endlich arschwarm und die Sonne brettert gewaltig, und das nennen die hier Winter, unglaublich.

Magnetic Island

Nach dem Segeltrip um die Whitsunday Islands ging es einen Morgen später weiter gen Norden. Genauer gesagt nach Townsville. Aber in Townsville angekommen, habe ich mich gar nicht lange aufgehalten, sondern bin gleich zur Fähre, die mich nach Magnetic Island brachte. Hier war alles ein wenig ruhiger. Das Hostel, eher ein abgelegener Campingplatz in mitten der Natur, lag abseits vom Trubel der Insel, und bot somit beste Erholung. So waren dann auch die Tage, die ich hier verbrachte, entsprechend ausgelegt. Hin und wieder ein kleiner Bushwalk, über die im 2.Weltkrieg angelegten Aussichtspunkte, ein Tag teilte ich mir ein Mietauto, eher ein kleiner Strandbuggy (MOKE), mit nem Motor wie `n Staubsauger, war Schnorcheln, etc… Auch war Mario wieder hier abgestiegen, was uns beiden die Gelegenheit bot, mal wieder im anständigem Berliner Dialekt zu reden. Die Insel ist recht schön, nur habe ich wahrscheinlich die besten Strände schon gesehen und insofern waren diese hier nicht vergleichbar. Trotzdem genoss ich hier 3 Nächte, fütterte wilde Papageien aus der Hand und musste des Nächtens Acht geben, dass keiner der unzähligen Opossums mein Futter stielt.

Cairns

Weiter nach Cairns (gesprochen Keens: „In Keens ab Eens macht jeder Seens“) bot sich  mir hier der totale Gegensatz zur doch ruhigen Insel. Voll von Malle Touristen, war mir nach den ersten Momenten schon klar, dass es mir hier nicht gefallen wird. Trotzdem blieb ich hier 3 Nächte, versuchte an der Stadt doch noch was gutes zu finden, und liess mich vom Nachtleben anstecken. Allerdings beides mit eher kleinem Erfolg. Aber warum war ich eigentlich hier, ich wollte in den Regenwald im Norden. Dahin fuhr ich dann auch, genauer gesagt nach Cape Tribulation.

Cape Tribulation

Cape Tribulation bietet Unterkunft inmitten des Regenwaldes und unmittelbar am Strand. Schon auf der Fahrt hin, musste ein Fluss überquert werden, in dem ich 3 m lange Krokodile sah (umso mehr man nach Norden kommt, umso mehr nimmt die Haipopulation ab, aber die Anzahl der Krokodile zu). Nahezu perfekt also. Leider ist es natürlich auch ein bisschen teurer, weshalb ich mir 2 Nächte gab, um alles sehenswerte zu entdecken. Zusammen mit zwei anderen stiefelten wir schon am ersten Tag von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt was als gutes Warm Up für den folgenden Tag diente. An diesem Tag sollten wir den Mt Sorrow Track bewältigen. Ein Track für den mind. 7h veranschlagt sind und ein gewisser Fitnessgrad erforderlich ist. Desweiteren ist es wohl notwendig sich an- und abzumelden, damit mittels Rettungsmannschaften nach Sonnenuntergang nach dir gesucht werden kann. Alles also kein Problem für mich, dem Mac Gyver des Regenwaldes. Der Track war wirklich ein bisschen anstrengend und bot einen fantastischen Einblick in den Regenwald Australiens Norden. Am Ende wurde man mit einem herrlichen Ausblick von einer 650 m hohen Klippe über das gesamte Cape mit dem Meer im Hintergrund und dem Great Barrier Reef belohnt. Den darauf folgenden Tag entspannte ich am Strand, der auf einer Seite durch Berge und auf der anderen Seite durch einen weiteren Fluss mit hoher Wahrscheinlichkeit an Krokodilen begrenzt war.

Byron Bay

Aus dem Regenwald zurück blieb mir eine Nacht in Cairns, wo ich Bekannte von Fiji traf, um am nächsten Morgen nach Byron Bay aufzubrechen. Zuerst ging es per Flug nach Brisbane www.jetstar.com (absurd, Flüge sind oftmals billiger als Zug oder Bus). Schon merkte ich, dass es hier weiter im Süden doch um einiges kälter ist. Dann ging es mit dem Shuttle Bus nach Byron Bay. Byron Bay gilt als alte Hippiemetropole mit sehr guten Stränden zum Surfen. Der Eindruck bestätigte sich auch, als ich beim Einkaufen die Körnervielfalt in den Körben der Barfuss laufenden und mit bunten “Trachten” bekleideten Gesellschaft sah. Auch bei den Stränden bleiben keine Wünsche offen. Im Grunde genommen ist Byron durchmischt mit Typen aller Schichten, weshalb es sich hier gut aushalten lässt. Man wird nicht zu Trubel gezwungen, wenn man aber danach verlangt, kann man ihn auch finden. Wenn “EASY GOING” hier nicht passt, dann weiss ich nicht wo sonst in Australien. Nach dem ich hier das Hostel bezog verabredete ich mich für den nächsten Morgen mit Edith (Bekannte aus Berlin mit Surflehrerschein). Durch Bekannte von ihr bekam ich einen klasse Deal für `n Surfboard und `n Wet Suit (der all meine Geheimnisse offenbart) zur Miete für eine Woche. Danach aufgeregt auf zum Strand. Nach einigen Trockenübungen stürzte ich mich, mit Dick Dale & The Deltones im Ohr, in die Wellen, um sogleich auch die ganze Kraft der Wellen zu spüren und den Geschmack des Salzwassers zu schmecken.

Alles also gar nicht so einfach. Nach einigen Stunden im Wasser war ich hungrig, erschöpft und frierte, aber ich wusste nun wo meine Fehler lagen. Am zweiten Tag (einen kleinen Kater vom Vorabend noch verarbeitend) stand ich dann meine ersten zwei Wellen, wenn auch nicht allzu grosse und nicht allzu lange. Aber es geht voran. Heute regnet es und die Wellen sind nicht geeignet, weshalb ich wohl einen Ruhetag einlege, oder am Nachmittag nochmal ins Wasser gehe. Auf alle Fälle gefällt es mir hier, weshalb ich auch noch ein bisschen länger bleiben will, bis ich weiter Pläne schmiede.

Byron kann ich wohl bislang zu einem meiner favorisierten Orte hier in Down Under erklären. Das Wetter der letzten Tage ist einfach herrlich, der Frühling und zum Glück nicht der Touri – Trubel hält Einzug. Hatte wiedermal Glück und traf vor ner Woche `n Mädchen bei der ich kostenlos in der Garage (eigentlich ihr Zimmer, sie teilt sich nun ein Zimmer mit ihrer Schwester) übernachten kann, Küche und Bad, sowie ihr Auto benutzen kann. Der Vater ist ziemlich cool, ein alter 70er Jahre Surfer, dem es scheinbar nichts ausmacht, dass ich da bin. Stell ich mir vor, dass meine kleine Tochter irgendein fremden Backpacker anschleppt, der dann noch bei mir haust… Wer weiss wie ich reagieren würde, bekomme ich hier nur NO WORRIES zu hören, Versuche ich mich für irgendwas zu bedanken, bekomme ich hier nur NO WORRIES zu hören.

Gut, bin tagsüber meistens eh unterwegs oder am Strand. Versuche mich weiter am Surfen, und schlucke nicht mehr allzu viel Wasser. Am besten ist es, wenn man auf dem Brett, auf die nächste Welle wartet, am Horizont Wale sieht und nur wenige Meter neben einem Delphine die mit den Surfern und Wellen schwimmen. Das Geld, das ich nun durch die Unterkunft spare, muss natürlich auch gleich wieder unter die Leute, und so entschloss ich mich meinen ersten Tauchschein zu machen. Die Tiefen des Meeres warten nur auf so einen wie mich. Nach zwei Tagen Theorie und Pool ging es dann fuer die nächsten Tage endlich ins Meer. Einfach GROSSARTIG! eine komplett andere Welt, sobald man unter der Wasseroberfläche ist. Schon bei den ersten Tauchgängen sah ich riesige Schildkröten, war inmitten von hunderten von Fischen verschiedenster Farben, fand Nemo und wurde nur 2 bis 3 Meter entfernt umkreist von Haien. Nicht diese niedlichen, am Boden herumlungernden, nein, zwei Grey Nurse Sharks. Durch den Tauchkurs hatte ich die l letzten Tage sogar so was, wie einen geregelten Tagesablauf. Früh (gegen 7Uhr, no bullshit) aufstehen, Tauchlehrgang, dann zurück, ne vielleicht halbe Stunde Surfen bis Sonnenuntergang, dann was essen und früh ins Bett. Maximal noch kurz ins Pub oder `n Bierchen am Strand. Mehr ist eigentlich auch gar nicht zu erzählen. Werde jetzt gleich noch mal Tauchen gehen, da heute keine Wellen sind. Denke auch daran demnächst Byron Bay wieder zu verlassen und gen Brisbane oder Sydney zu ziehen, `n bisschen Grossstadtluft schnuppern. Hab auf alle Fälle eine grossartige erlebnisreiche Zeit hier.

Nach dem ich beim letzten Tauchgang vom Wahlgesang begleitet, verliess ich nach ca. 2,5 Wochen Byron Bay und meine “Gastfamilie”. Ne tolle Zeit habe ich hier gehabt, werde ich wohl zu den Highlights meiner Reise zählen, nicht ohne Grund bin ich anstelle von 3 Tage, wie eigentlich geplant nun doch so lange geblieben. Empfehle ich also jedem, obwohl ich mir hab sagen lassen, dass es in der Hauptsaison nicht so angenehm sein soll.

Brisbane

Mit dem Bus verliess ich Byron um für 2 Nächte Brisbane meine Ehre zu erweisen. Nette Stadt, mit toller Atmosphäre, wo man bestimmt gut leben kann. Vor allem Abends kann man hier gut Zeit verbringen. Nicht ganz soviel Trubel und die Stadt ist wirklich nett ausgeleuchtet, was ein nettes Flair erzeugt. Als Reisender reichen aber 2 Tage um die interessantesten Stellen Brisbanes zu sehen. Es sei denn man will sich in den unzähligen Shoppingcentern in der Innenstadt sein Geld loswerden.

Mit dem Flugzeug (80 AUS$) www.jetstar.com wieder zurück nach Sydney. Diesmal, im Unterschied zu meinem ersten Aufenthalt mit Sonnenschein empfangen, hatte ich vor mal ein wenig australische Grossstadtluft zu schnuppern, demzufolge auch länger zu bleiben. Und welche Stadt eignet sich dann dazu am besten, wenn nicht Sydney. Einen vergleichbar guten Deal bekam ich für die Unterkunft hier, obwohl das Hostel eigentlich auch nicht viel mehr Geld wert ist. Es ist doch schon recht ranzig und liegt inmitten des Rotlicht- und Amüsierviertels, Kings Cross. Dabei ist das aber nicht zu verwechseln mit Oranienburger Strasse oder Amsterdam. Es ist reichlich widerlich. Aber zumindest immer was zu sehen und billig. Bezahlen sollte man hier in Wochenraten, was einem einen guten Discount beschert. Das Hostel bietet aber noch einen weiteren Vorteil. Man lernt, durch die Erfahrungen anderer (wie Mario, den ich hier wieder traf) hier sehr schnell sich nur von Gutscheinen zu ernähren, mittels dieser billiger auszugehen, oder sogar an bestimmten Tagen nichts zu bezahlen, gerade wenn die, die in nem Restaurant arbeiten mit dem besten Essen ankommen. Fast alle sind hier schon seit mehreren Wochen, und das auch nur zum arbeiten. Wenn man nen Job sucht, dann hier in Sydney. Solange man sich nicht allzu dumm anstellt, findet hier jeder Arbeit, die wollten sogar mich.

Das Problem ist allerdings, dass ich kein Work Visa hab, was hohe Geldstrafen für die Firma und ein 5 Jahre Australienverbot fuer mich zur Folge hätte. Das Risiko ist für alle Beteiligten zu hoch, gerade weil es genug Leute gibt, die mit dem Visa hier sind. So beschränkte ich mich hier also auf Sightseeing und gelegentlichem arbeiten. Allerdings musste ich alsbald feststellen, dass ich hier nun doch nicht solange bleiben will, wie ich eigentlich vorhatte. Warum sollte ich hier im Osten für versuchen Zeit herumzubringen, wenn ich auch schon einen Monat früher nach Asien kann, und dort dann noch ein anderes Land besuchen. So buchte ich meine Tickets um, wobei ich auch noch die 75 Euro Gebühr sparte. Gelernt ist gelernt, wie man seinen Charme einsetzen kann. So werde ich heute nach 9 Tagen nach Darwin Fliegen www.virginblue.com, da noch ein paar Tage im Nationalpark verbringen, um dann einen Monat früher nach Asien, also erstmal Indonesien zu fliegen. Ein wenig Sorge habe ich schon, denn nach dem neuesten Anschlag hat Australien ne Reisewarnung ausgesprochen. Bin also gespannt, was mich dort erwartet. Trotz meiner früheren Abreise hat Sydney mir gefallen. Grosse Stadt, mit ner Vielzahl von Möglichkeiten und den bestimmt schönsten Frauen OZ. Allerdings sind die Bars und Clubs voll mit, ich nenn sie gerne Mitte – Stylern. Gefällt mir natürlich richtig, und kann einem wie mir auch leicht dem Abend versauen. Desweiteren hallten viele meine Pomade wohl für nen Faschingsgag, mal nebenbei gesagt gibt es in Sydney auch kaum Punks, Metaller, Langhaarige Rocker oder Rockebillies. Wenn ich mir es so recht überlege, ist es wohl höchste Zeit zu verschwinden. PS. Trainer, hab aus reiner Langeweile die letzten Tage sogar regelmässig Sport getrieben!

Darwin

Einen krönenden Abschluss meines Australienaufenthaltes fand ich in Darwin. Von hier aus ging mein Flieger nach Bali. Und da in der Stadt an sich, nichts weiter los ist entschloss ich mich die letzten Tage im Kakadu – Nationalpark zu verbringen. Kam mitten in der Nacht an und wollte am nächsten Morgen sofort aufbrechen in den Nationalpark. Für ein paar Stunden hätte sich also kein  Zimmer gelohnt, vor allem nicht bei den Preisen. Also lies ich meinen Charme  spielen, um doch noch gepflegt und kostenlos ein paar Stunden die Augen zu  schliessen. Leider reichte es nur für eine Liege am Pool. Im Park, der ca. ein  Drittel so gross wie Deutschland ist, wurde übrigens Crocodile Dundee gedreht, beste Vorraussetzung also für mich, der den Film kennt und keine Gefahr scheut. So hatte ich ein paar Tage wahres Buschleben, ohne Strom, Wasser sparen zum  Trinken (Hände oder sogar Füsse waschen Blödsinn), gekocht wurde über`m  Lagerfeuer und geschlafen in Mitte von Buschfeuern und Billabongs, voll mit  Krokodilen, die wohl deutsches Fleisch lieben sollen, nachdem vor ein paar Jahren  eine Deutsche, die übrigens kurz zuvor die Bali Bombe überlebt hat, ihnen zum Opfer fiel. Auf alle Fälle ne grossartige Sache, klasse Landschaften,  natürliche Pools und Bergseen, riesige Krokodile, Schlangen und alles was so noch dazu gehört. Natürlich kam auch die Kultur nicht zu kurz, und so gingen des Nächtens auch immer die Abo Spirits umher.

 

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